So gestaltete ich die Gewinner-Visitenkarte meines Gewinnspiels

erstellt am: 21.08.2017 | von: einfachKeck | Kategorie(n): Allgemein, Arbeitsabläufe, Design, Erfahrungsberichte, Werbung

Vor einer Weile habe ich auf Facebook ein Gewinnspiel veranstaltet. Vielleicht erinnerst du dich daran? Unter allen Teilnehmern habe ich die Gestaltung einer Visitenkarte verlost. Nun möchte ich dir zeigen, wie ich die Visitenkarte gestaltet habe.

Visitenkarten Gewinnspiel

Nach einem strengen Auswahlverfahren durch einen unparteiischen Schiedsrichter gewann der Inhaber des Reiseunternehmens Urlaubsfabrik.

Die Idee zur Gestaltung der Visitenkarte

Nachdem ich den Gewinner informiert hatte, habe ich mir von ihm die Datei des Logos geben lassen. Auch die Kontaktdaten, die auf die Karte sollten habe ich an dieser Stelle erhalten. Zudem habe ich nach seinen Wünschen und Vorstellungen bezüglich der Gestaltung gefragt.

Parallel habe ich mir schon mal die Website von Urlaubsfabrik angesehen. Hier konnte ich mir einen guten Eindruck vom Stil des Firmenauftritts verschaffen.

Da es kein Corporate Design zu beachten gab wurde mir bei der Gestaltung der Visitenkarte schließlich völlig freie Hand gelassen.

Auf der Website fällt sofort das Logo auf, welches vor wechselnden Fotos abgebildet ist. Diese Fotos zeigen Strand und Palmen Motive, die Lust auf Urlaub machen. Auch auf der Facebook Seite von Urlaubsfabrik gibt es viele Fotos von schönen Urlaubsorten.

Meine Grundidee war daher eine Visitenkarte zu gestalten die Lust auf Urlaub macht. Es sollte auf jeden Fall ein schönes Foto auf die Karte. Am besten ein Motiv mit Strand, Meer oder Palmen. Das Logo sollte darauf natürlich gut zur Geltung kommen. Das Bild durfte also auf keinen Fall zu bunt sein.

Erschwert wurde mir die Suche nach einem geeigneten Motiv durch die verschiedenen, im Logo enthaltenen, Farben. Die Gelb- und Blautöne in diesem waren den Farben sehr ähnlich die mir für das perfekte Foto vorschwebten. Das Logo sollte aber gut zu erkennen sein!

Die Bildersuche

Die zeitaufwändigste Aufgabe bei der Gestaltung der Visitenkarte war es daher das richtige Foto zu finden! Hierzu suchte ich in verschiedenen Online Bilddatenbanken. Über diese erzähle ich dir demnächst noch etwas mehr.

In die engere Auswahl kamen dann ein paar Fotos die ich auf Pixabay.com gefunden hatte.

Dass ich die Visitenkarte doppelseitig gestalten würde stand für mich an diesem Zeitpunkt bereits fest. Das Urlaubsgefühl auf der Vorderseite sollte nicht durch die Kontaktdaten zerstört werden.

Also setzte ich mich an den 1. Entwurf.

Der 1. Entwurf

Ich wählte eines der Fotos aus. Das Bild einer Bucht mit Strand, Meer, Felsen und Bäumen. Die Bildmarke des Logos ließ sich hier wunderbar auf den Felsen platzieren, sodass sich das Logo noch gut erkennen ließ. Die Wortmarke war auf dem Hintergrund allerdings nicht zu erkennen.

Hier entschied ich mich für einen einfachen Trick: Ich setzte eine transparente, weiße Fläche auf das Foto, hinter die Schrift. So war das Bild noch zu erkennen, aber der Text gut lesbar.

Für den Text auf der Rückseite benutzte ich die selbe Schriftart wie zu diesem Zeitpunkt auf der Website, um auch hier wieder einen Zusammenhang herzustellen.

Welche Schriftart auf einer Website verwendet wird lässt sich leicht in Erfahrung bringen. Dazu machst du mit der Maus einen Rechtsklick in den Text und wählst die Option „Element untersuchen“. Es öffnet sich dann ein Fenster mit dem Quellcode der Seite. Unter den CSS Angaben findest du unter Anderem den Wert „font-family“. Dahinter befindet sich die Angabe zur Schriftart.

Nach dieser kannst du nun z.B. via Google suchen und bekommst die Schrift häufig zum kostenlosen Download und einer Lizenz zur Kommerziellen Nutzung angeboten. Falls es die Schrift nicht kostenlos, oder zur kommerziellen Nutzung gibt solltest du sie entweder Kaufen, oder eine Alternative suchen, damit es nicht zu Lizenzproblemen kommt. Auch auf dieses Thema werde ich in einem anderen Artikel noch einmal genauer eingehen.

Inhalt und Schrift

Die Kontaktdaten für die Visitenkarte waren klar: Name, Mailadresse, Telefonnummer, Postanschrift, Website und Facebook Seite. Das ist schon recht viel Text für eine Fläche von 8,5×5,5cm, der Standard Größe für Visitenkarten. Gepasst hat es dennoch sehr gut, bei einer leicht lesbaren Schriftgröße von 11 Pt.

Den Namen und die Position im Unternehmen habe ich durch eine etwas größere Schrift hervorgehoben um leicht erkennbar zu machen wen man unter den angegebenen Kontaktdaten erreichen kann. Mit einer breiten Linie habe ich diese Informationen dann vom restlichen Text etwas getrennt.

Gestaltung

Die Linie hat die selben Farbeinstellungen wie die transparente Fläche auf der Vorderseite und stellt so einen Bezugspunkt zu dieser dar. Sie wird rechts dann von der Bildmarke unterbrochen. Auch diese ist hier Weiß mit einer Transparenz. Auf diese Weise vertiefe ich den Wiedererkennungswert des Logos, nehme es aber gleichzeitig etwas zurück, da die Kontaktdaten im Vordergrund stehen.

Den Firmennamen habe ich auf der Rückseite bewusst weggelassen, da er zum Einen auf der Vorderseite stand und er zum Anderen in Web- und Mailadresse vorkam.

Unterhalb der Linie mit dem eingebauten Logo befinden sich dann alle weiteren Kontaktdaten aufgelistet. Der Übersichtlichkeit halber in mehrere Absätze unterteilt und noch ein wenig nach rechts eingerückt.

Bei der Hintergrundfarbe habe ich ein wenig herum probiert. Aus dem Logo standen mir 4 Farben zur Verfügung. Das Blau war mir in Anbetracht der Vorderseite zu viel blau. Braun war nicht förderlich für die Urlaubsstimmung. Das Orange war mir zu dunkel. Also entschied ich mich hier für das sonnige Gelb, das das Foto auf der Vorderseite gut ergänzte. Und so stand der 1. Entwurf für die Visitenkarte.

 

Der 2. Entwurf

Da ich einige schöne Fotos gefunden hatte versuchte ich mich dann an einem 2. Entwurf mit einem anderen Bild. Die Kokosnuss am Strand war für mich ein schönes Urlaubsbild und das Blau des Meeres passte sehr gut zum Blau im Logo.

Bei diesem Foto war offensichtlich das der neue Entwurf hochkant sein sollte, allein schon damit das ganze Bild zur Geltung kam.

Die Vorderseite der Visitenkarte

Die Bildmarke des Logos kam auf dem mit Wasser überspülten Sandstrand gut zur Geltung. Auch die Wortmarke passte perfekt auf den Sandstrand. Die Kokosnuss steht durch den dunklen Schatten eindeutig im Vordergrund und die Visitenkarte wirkt hier insgesamt sehr dreidimensional.

Die Rückseite

Auf der Rückseite entschied ich mich diesmal für das Blau aus dem Logo als Hintergrundfarbe. Dieses passte einfach wunderbar zur Farbe des Meeres auf dem Foto. Die Schrift habe ich wieder weiß gehalten, da sie so einen guten Kontrast zum Hintergrund bot.

Den Namen habe ich ebenfalls wieder etwas vergrößert im oberen Bereich positioniert. Getrennt habe ich ihn durch die weiß gefärbte Bildmarke vom restlichen Text. Die Bildmarke habe ich auch hier wieder eingebaut um einen Bezug zur Vorderseite der Karte herzustellen. Da das Blau des Logos die Hintergrundfarbe darstellt habe ich es auch hier wieder weiß gefärbt um die Erkennbarkeit zu garantieren.

Den Text mittig zu zentrieren erschien mir bei dieser Version sinnvoll, da zu den Kanten der Karte nicht viel Platz gelassen werden konnte. Die Ganze Rückseite wirkt auf diese Weise stimmiger.

Nachdem beide Entwürfe fertig waren schickte ich diese an meinen Kunden.

Der 3. Entwurf

Von ihm bekam ich direkt eine positive Rückmeldung mit nur leichten Korrekturen am Text. Er wünschte sich schließlich noch einen 3. Entwurf mit einem anderen Foto zum Vergleich.

Diesen Wunsch erfüllte ich ihm gerne.

Nach ein wenig Recherche stieß ich dann, wieder auf Pixabay, auf ein sehr schönes Bild mit einer schwimmenden Schildkröte. Dieses Foto wollte ich unbedingt an der Visitenkarte testen.

Das Foto musste ich hier eine Weile herumschieben um eine geeignete Position für die Schildkröte zu finden.

Als ich schließlich mit der Positionierung des Bildes zufrieden war musste ich das Meer mit Photoshop noch ein wenig nach oben erweitern um die Visitenkarte komplett zu füllen.

Ich entschied mich wieder für das Hochformat und dafür, das Logo im oberen Teil der Karte zu positionieren. Diesmal hinterlegte ich das Logo wieder mit einer transparenten Fläche. Das Meer im Hintergrund ließ anders keine klare Erkennbarkeit zu.

Die Rückseite beließ ich, von der Anordnung, wie den vorherigen Entwurf. Hier änderte ich lediglich die Farbe, da das Blau ganz anders war als das auf dem Foto.

Da der Panzer der Schildkröte braun/orange war versuchte ich es mit dem Orange aus dem Logo. Dieses passte hervorragend. Das Braun war einfach zu düster und drückte keine Urlaubsstimmung aus.

Auch diesen Entwurf schickte ich dann an meinen Kunden.

Schlussendlich entschied er sich für den Entwurf mit der Kokosnuss.

Ich überprüfte noch einmal den Text auf Rechtschreibfehler und ließ mir bestätigen, dass es keine Zahlendreher gab. Dann kontrollierte ich noch einmal alle Farbeinstellungen und überprüfte die Ausrichtung der Texte und Objekte. Zum Schluss wandelte ich die Texte in Pfade um und legte Druckfertige PDF-Dateien an.


Ich hoffe ich konnte dir hier einen interessanten Einblick in meine Arbeit geben. Wenn du noch Fragen hast beantworte ich sie dir gern. Schreibe dazu einfach einen Kommentar!


Wenn du selbst hilfe bei der Gestaltung einer Visitenkarte benötigst helfe ich dir gerne. Du kannst mir eine Mail an info@einfach-keck.de schicken oder mich unter 0162-2468858 anrufen. Ich berate dich gerne und kostenlos 😉

 



«
←→
»



Kommentar schreiben

Kommentar